Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-VerweigerungViktor Ullmann/Peter Kien |
| Hochschule für Musik und Theater | 25. April 2026 Reaktorhalle |
| Musikalische Leitung | Daniel Mayr |
| Regie | Waltraud Lehner, Paulina Platzer |
| Bühne | Patrik Tircher |
| Kostüme | Claudia Karpfinger, Katharina Schmidt |
| Licht | Pit Schultheiss |
| Kaiser Overall | Johannes Domke, Titouan Sevic |
| Der Lautsprecher | Dimitris Kaloumenos, Lukas Petraska |
| Der Tod | Korbinian Schlag, Aaron Selig |
| Harlekin | Justus Rüll, Maria Tarsia |
| Ein Soldat | Johannes Ganser, Noam Sabag Lahat |
| Bubikopf | Tereza Glosová, Lilian von der Nahmer |
| Der Trommler | Madeleine Maier, Maria van Hoof |
Viktor Ullmann
Der Kaiser von Atlantis
oder die Tod-Verweigerung
Spiel in einem Akt und vier Bildern
Libretto Peter Kien
Der Tod will nicht mehr. Und nimmt damit dem Kaiser Overall, der den „großen segensreichen Krieg aller gegen alle“ ausrufen ließ, mit einem Streich seine Macht. Wer soll den Kaiser von Atlantis noch fürchten, wenn niemand mehr sterben kann? Der Segen der Unsterblichkeit kehrt sich in den Schrecken des ewigen Lebens um: was geschieht, wenn es für die Menschen keine Erlösung mehr gibt?
Entstanden 1943/1944 im nationalsozialistischen "Vorzeigelager" Theresien-stadt entwirft „Der Kaiser von Atlantis oder Die Todverweigergung“ von Viktor Ullmann eine visionäre Parabel des Widerstands, die nach 80 Jahren erschreckend aktuell ist: Ein Plädoyer für den Frieden und die Autonomie des Menschen gegen den totalitären Machtanspruch von unberechenbaren Herrschern, und die Geburt des Menschen aus dem Geiste der Violenz.
Das MIR 2026 befragt „das Spiel in einem Akt“, wie Entscheidungen, Verantwortung und Mitgefühl von Menschen in einem dynamischen System auf die Probe gestellt werden? Es wird zu einem aktiven Spiegel unserer heutigen Gesellschaft: Wer ist Opfer, wer ist Täter, wer geht über Leichen, wer widersetzt sich, und was bedeutet es, in Extremsituationen Mensch zu bleiben?
