Musiktheater-im-Reaktor 2021

"Die Zauberflöte" ab sofort online im Video-Stream (1. Besetzung: Aufnahme vom 14. Mai 2021)

 


Musiktheater-im-Reaktor 2021

"Die Zauberflöte" ab sofort online im Video-Stream (2. Besetzung, Mittschnitt vom 12. Mai 2021)


Einsam in einer gespaltenen Welt

Was für ein Geschenk in diesen opernlosen Zeiten: "Die Zauberflöte" - frisch getestet, mit Maske und Abstand eine hochkarätige Hochschulproduktion.

Gespielt wird eine geschickt eingestrichene Dialogfassung, die davon erzählt, dass alle Figuren dieser Oper einsam und allein sind, stets auf der Suche und immer wieder in Abgründe blickend. (Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung, 14. Mai 2021)


the making of magic flute

BR: Masken für Sänger*innen an der Münchner Musikhochschule

Bayerischer Rundfunk: Franziska Klein: Podcast (10. Juni 2021)



Die Zauberflöte

„Die Maschine ist kein es, das belebt, beseelt oder beherrscht werden müßte. Die Maschine sind wir […] Wir sind für die Grenzen verantwortlich, wir sind sie.“ (Donna Haraway: Die Neuerfindung der Natur. Primaten, Cyborgs und Frauen)

Die wohl bekannteste Oper der Welt ist eine Verkettung abstruser Ereignisse. Tamino erhält in Mozarts Zauberflöte von der Königin der Nacht den Auftrag, ihre Tochter Pamina aus der Gefangenschaft Sarastros zu befreien. Schockverliebt in eine Bild, scheint er sich der Herausforderung in der Begleitung von Papageno anzunehmen. Doch wer beherrscht hier eigentlich wen? Wer behält die Fäden in der Hand und wer widersetzt sich der Machtmaschinerie? In unerwarteten Kippmomenten changieren Spiel und Grenzüberschreitung. Die Dualität von Gut und Böse gerät dabei ebenso ins Wanken wie Genderzuschreibungen und Beziehungshierarchien. In einer Gesellschaft, die von subtilen Machtgeflechten und Instabilität geprägt ist, gewinnt Mozarts Zauberflöte an neuer Aktualität. (Paulina Platzer)

 

 


Flashmob: ZIVILCOURAGE


SCHAU HIN DENK MIT HAB MUT ZEIG DICH

Ausgehend von Hendrick ter Brugghens Gemälde „Die Spieler“ stellte die Hochschule für Musik und Theater München am 13. April Szenen der Ausstellung „Utrecht, Caravaggio und Europa“ in der Alten Pinakothek mit Spielern, Trickbetrügern, Trinkern und Soldaten in der Münchner Innenstadt nach.

Zunächst sind die Kartenspieler des Gemäldes als Tableau vivant in einem leeren Rahmen zu sehen, in dem ein alter Spieler mit Brille von zwei Jungen betrogen wird. Ein Streit eskaliert, die Junge greifen zu den Waffen und ein spektakuläres Fechtduell findet mitten auf dem Odeonsplatz statt. Schließlich zieht sich ein großer Chor aus Studierenden der Hochschule und weiteren Eingeweihten um die Kartenspieler zusammen und rufen sie mit Beethovens „Ode an die Freude“ zur Versöhnung auf.

Weitere Shows:

MO 08. JULI | 11.30 | Marienplatz

SO 14. JULI | 15.00 | Kunstareal-Fest | Alte Pinakothek